Nationale Beispiele von Gesundheitsfolgenabschätzung sowie Aktivitäten zur Gesundheitsfolgenabschätzung

Abgeschlossen

GFA-Sichtung: Gesetzliche Implementierung von Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung auf steirischer Landesebene

Am 5. April 2016 fand im Gesundheitsfonds Steiermark ein vierstündiger GFA-Sichtungsworkshop zur Gesundheitsfolgenabschätzung mit dem Thema „Gesetzliche Implementierung von Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung auf steirischer Landesebene“ statt.

Insgesamt nahmen 17 Vertreter/innen aus unterschiedlichen Institutionen an der Veranstaltung teil. Diskutiert wurden die Fragestellungen, welche Bevölkerungsgruppen vom Vorhaben betroffen sind und welche Auswirkungen (positiv, negativ, neutral) das Vorhaben auf diese hat. Des Weiteren wurde reflektiert, welche Gesundheitsdeterminanten vom Vorhaben in positiver, negativer oder neutraler Weise beeinflusst werden. Abschließend wurde beschlossen, dass keine GFA zum Vorhaben durchgeführt werden soll, aber Empfehlungen abgegeben werden können, um das Vorhaben zu optimieren.

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GFA zur Neugestaltung eines öffentlichen Platzes in der Siedlung Schirmitzbühel in Kapfenberg

Das von dieser GFA analysierte und bewertete Vorhaben betrifft die Neugestaltung eines öffentlichen Platzes in der Kapfenberger Siedlung am Schirmitzbühel-Süd durch die Stadtgemeinde Kapfenberg. Die GFA wurde als kompakte GFA mit Fokus auf Beteiligung der betroffenen Bevölkerung von der Stadtgemeinde Kapfenberg beauftragt und begleitend zur laufenden Planung der Neugestaltung umgesetzt.

Die GFA wurde im Zeitraum von Oktober 2013 bis Jänner 2014 durchgeführt.

Der "Marktplatz Schirmitzbühel" wurde von März bis Juni 2014 unter weitgehender Berücksichtigung der Ergebnisse der GFA errichtet. Von April bis Juli 2015 wird im Auftrag der Stadt Kapfenberg eine Evaluierung der Platzgestaltung und der begleitenden GFA durchgeführt.

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Kindergärten als Familientreffpunkte

In einer so genannten „Mini“-GFA bzw. „Schreibtisch“-GFA (desk-based) wurde das Vorhaben der Stadt Dornbirn, Kindergärten zu Familientreffpunkten zu erweitern, auf die dabei entstehenden Gesundheitseffekte geprüft. Download

Betreubares Wohnen in Minihof-Liebau

Im Südburgenland wurde im Jahr 2010 eine GFA zum Bauvorhaben „Betreubares Wohnen für ältere Menschen“ durchgeführt. Dort soll es Seniorinnen und Senioren ermöglicht werden, selbstständig zu wohnen und bei Bedarf Unterstützung oder Pflege durch eine benachbarte Hilfsorganisation in Anspruch zu nehmen. Ziel der GFA war, diese Einrichtung möglichst gesundheitsförderlich zu gestalten. Die von der Gemeinde beauftragte GFA wurde vom Verein „Gesunde Entscheidung Süd“ (GES) ehrenamtlich durchgeführt. Das geplante Wohnprojekt wird derzeit gebaut.

Weitere Informationen über das Projekt "Betreubares Wohnen" befinden sich in der Zeitschrift "Gesundes Österreich" (Seite 31)

Kontakt:
Dr. Ernst Eicher
8384 Minihof-Liebau Nr. 12
Burgenland
Tel: +43-664/2529550
E-Mail: ernst.eicher@aon.at

GFA zum verpflichtenden Kindergartenjahr

Die Gesundheit Österreich (GÖG) führte 2011/2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger und der Gesundheitsabteilung des Landes Steiermark eine Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) zum verpflichtenden Kindergartenjahr durch.

Das Thema “Verpflichtendes Kindergartenjahr” wurde ausgewählt, da es zum einen durch die Kindergesundheitsstrategie des BMG und wachsende internationale Evidenz zur Bedeutung der frühen Kindheit für lebenslange Gesundheit von großer Aktualität ist und zum anderen das Thema auch breite Akzeptanz findet.

Die GFA soll dazu dienen, die potenziellen - positiven wie auch negativen - Gesundheitsauswirkungen des verpflichtenden Kindergartenjahrs zu analysieren und zu bewerten. Dies erfolgt u. a. in einem Workshop („Appraisal-Workshop“) unter Einbindung relevanter Stakeholder.

Im Rahmen eines Screenings – der erste Prozess-Schritt von GFA – wurde geprüft, ob die Durchführung einer GFA zum verpflichtenden Kindergartenjahr erforderlich bzw. sinnvoll erscheint. Die Ergebnisse des Screenings sowie die geplanten nächsten Schritte wurden in Form eines Fact Sheets zusammengefasst. Screening Fact Sheet

Der vorläufige Ergebnisbericht der GFA wurde Mitte Februar bis Mitte März 2012 einem eingeschränkten Stellungnahmeverfahren unterzogen, um die Inhalte des Ergebnisberichtes mit den wesentlichen Stakeholdern abzustimmen. Die Änderungen aus dem Stellungnahmeverfahren wurden in den Ergebnisbericht eingearbeitet, der auf der Website zur Verfügung steht. Die Art und Weise der Berücksichtigung der Stellungnahmen wurde dokumentiert und ist in Form eines Berichts ebenfalls auf der Website zugänglich (siehe Dokumentation der Stellungnahmen).

Ein ergänzender Abschlussbericht, welcher die Erfahrungen mit der Pilot GFA reflektiert und Rückschlüsse sowie Empfehlungen für zukünftige GFA beinhaltet, liegt vor.

Die Pilot GFA wurde von einem Team des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donauuniversität Krems begleitend evaluiert, um aus den Erfahrungen bei der Umsetzung der Pilot GFA lernen zu können. Der Evaluationsbericht steht zum Download zur Verfügung.

Nach der Fertigstellung der Pilot GFA wurde die internationale GFA Expertin Fiona Haigh beauftragt, den Ergebnisbericht zu begutachten. Fiona Haigh besitzt durch ihre internationalen Arbeiten zum Thema GFA langjährige Erfahrung auf dem Gebiet. Für die Erstellung ihres Reviews der Pilot GFA zum verpflichtenden Kindergartenjahr diente das "review package for Health Impact Assessment reports of development projects" von M. W. Fredsgaard/ B. Cave/ A. Bond als zentrale Quelle. Die Begutachtung des Ergebnisberichts und die Detailbeschreibung von Fiona Haigh sowie das genannte Review Package sind als Download verfügbar.

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Land Steiermark

GFA Ganztagsschule

Das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention und Styria vitalis führten im Jahr 2013 eine Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) zur Ganztagsschule in Österreich durch. Das Projekt wurde aus den Mitteln "Gemeinsame Gesundheitsziele aus dem Rahmen-Pharmavertrag" gefördert.

In Österreich gibt es bereits einige Ganztagsschulen, wobei die verschränkte Form (Abwechslung von Unterricht und Freizeit) kaum realisiert ist.

Gegenstand der Gesundheitsfolgenabschätzung ist die Identifizierung und Analyse möglicher positiver als auch negativer Auswirkungen der Ganztagsschule auf die Gesundheit der Schüler/innen zwischen 10 und 14 Jahren. Davon abgeleitet werden Empfehlungen, die bei der zukünftigen Planung und Umsetzung von Ganztagsschulen berücksichtigt werden können.

Das Vorgehen folgt der Methodik einer GFA in einem vierstufigen Verfahren von Sichtung, Planung, Bewertung inklusive der Entwicklung von Handlungsempfehlungen sowie einer abschließenden Berichtslegung.

Das Projekt hat im Jänner 2013 begonnen und wurde im Dezember 2013 mit dem Vorliegen des Endberichtes abgeschlossen.

GFA im kommunalen Setting am Beispiel Verkehr - GFA B68

Die Fachhochschule JOANNEUM am Institut Gesundheits- und Tourismusmanagement führte in Kooperation mit der Gemeinde Kirchberg an der Raab, dem Land Steiermark – Abteilung Verkehr sowie Abteilung Wissenschaft und Gesundheit - und der Universität Graz eine kompakte Gesundheitsfolgenabschätzung zum Ausbau der B68 zwischen den Ortschaften Fladnitz - Saaz durch.

Im Rahmen der GFA fanden Analyse und systematische Aufbereitung der Gesundheitsauswirkungen des Ausbaus der B68 im Vergleich zur Nullvariante (= kein Ausbau der B 68) statt. Darüber hinaus wurde den spezifischen Bedürfnissen von besonders zu berücksichtigenden Bevölkerungsgruppen (z. B. Kinder, Frauen, ältere Menschen, Menschen mit eingeschränkter Mobilität) besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Ziel des Projekts war die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, die dazu beitragen, die positiven Gesundheitsauswirkungen des Ausbaus der B68 zu vergrößern und negative Gesundheitsauswirkungen zu verringern. Hierfür werden unterschiedliche Gruppen von Betroffenen (z. B. lokale Bevölkerung, Wirtschaftstreibende, Pendler/innen, Gemeinden usw.) mit ihren Interessen beteiligt. Diese Empfehlungen können in die weitere Planung und Umsetzung des Vorhabens eingebunden werden, um so die geplanten Maßnahmen bestmöglich zu gestalten.

Des Weiteren sollte durch die GFA der Dialog mit den betroffenen Gemeinden und deren Bewohnerinnen/Bewohnern sowie den beteiligten Akteurinnen/Akteuren gefördert und zum Thema der sozialen Gerechtigkeit im Bereich Gesundheit sensibilisiert werden.

Diese GFA ist ein Referenzprojekt im Bereich Verkehr. Daraus können Handlungsempfehlungen für zukünftige gemeindenahe GFA-Projekte formuliert und Synergien zwischen anderen Sektoren sowie zwischen der GFA und der UVE näher analysiert werden.

Eckdaten zum Projekt:
Fördergeber: Land Steiermark
Dauer: Dezember 2014 – September 2015
Projektpartner: Land Steiermark, Gesundheitsfonds Steiermark, Gemeinde Kirchberg/Raab, Karl-Franzens Universität Graz
Projektdurchführende: FH JOANNEUM (Leitung: Bianca Neuhold, BSc, MSc)

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Schreibtisch-GFA Schulgetränke in Oberösterreich

Die Schreibtisch-GFA geht der Frage nach, welche (positiven wie negativen) gesundheitlichen Auswirkungen von einer Einschränkung des Verkaufs von stark zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken an Schulen zu erwarten sind. Sie beschränkt sich auf Oberösterreich und auf alle Schultypen der Primar- und Sekundarstufe (Schüler/innen im Alter von 6 bis 14 Jahren). Der Auftaktworkshop fand im September 2015 mit Vertreterinnen/Vertretern von OÖGKK, BMG, Wirtschaftskammer und mit Expertinnen/Experten aus den Bereichen Ernährung und Public Health statt. Der Bewertungsworkshop fand im November 2015, der abschließende Empfehlungsworkshop im Dezember 2015 statt.

Die GFA wurde von der GFA Support-Unit an der GÖG in Form einer Schreibtisch-GFA durchgeführt, bei der themenbezogenes Datenmaterial gesichtet, analysiert und aufbereitet wurde.

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GFA Betreutes Wohnen von SeniorInnen in der Stadt Graz

Die GFA zum Thema „Betreutes Wohnen für SeniorInnen“ wird im Rahmen von Gesunde Bezirke –Gesunde Stadt, kommunale Gesundheitsförderung in der Steirischen Landeshauptstadt Graz umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt mit einem interdisziplinären Team des Magistrat Graz, unter der Projektleitung von MA Michaela Strapatsas (Diversity Consult Network) und unter Einbindung des Zentralverbandes der SeniorInnen sowie der ExpertInnen des GFA-Netzwerkes Steiermark.

In der GFA wird ein Resümee der Erfahrungen mit der derzeitigen Form des Betreuten Wohnens für SeniorInnen aus verschiedenen Blickwinkeln gezogen und es werden Potenziale zur Weiterentwicklung dieser speziellen, geförderten Wohnform definiert. In einem Mehrpunkteprogramm werden bereits bestehende, besonders positive Grundlagen aus Sicht der beteiligten Abteilungen der Verwaltung, der ExperterInnen und der SeniorInnen-VertreterInnen sowie zukünftige notwendige Entwicklungen aufgezeigt.

Die Umsetzung erfolgt als kompakte GFA, im Zeitraum vom 09/2014 bis 06/2015.

Das Pilotprojekt wird gefördert durch den Fonds Gesundes Österreich, das Gesundheitsressort des Landes Steiermark und das Gesundheitsamt der Stadt Graz, mit Unterstützung durch Bezirksräte.

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Laufend

Hinweis: Sie führen zurzeit eine GFA in Österreich durch bzw. haben in Österreich bereits eine GFA durchgeführt oder begleitet, und sind daran interessiert, dass Ihre GFA auf dieser Website aufscheint? Link.