Ausgangssituation zur Gesundheitsfolgenabschätzung in Österreich

GFA ist in Österreich weitgehend noch Neuland. Es gibt hier nur wenige Fachleute, die sich bereits intensiver mit GFA befassen (vgl. Sprenger 2005), und nur einige Arbeiten zum Thema im Rahmen von Public-Health- oder Fachhochschul-Lehrgängen (z. B. Mock 2007), darunter vereinzelt die zum versuchsweisen Einsatz von GFA auf lokaler Ebene (z. B. Geiger 2010).

Eine erste Annäherung an GFA (wenn auch nicht im engeren Sinn) stellte die vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) initiierte und koordinierte transnationale Studie „Transportrelated health effects with a praticular focus on children“ dar. Deshalb wurde sie auch in der EU-Studie zu „Effectiveness of HIA“ (Wismar et al. 2007a) als österreichische Fallstudie herangezogen (vgl. Sprenger/Püringer 2007).

Das Interesse an GFA wächst aber rasch. In den letzten Jahren finden sich in einschlägigen Dokumenten häufiger Referenzen zu GFA, und seit einigen Monaten entstehen erste konkrete Aktivitäten. Auf Bundesebene wurde beispielsweise im „ Handbuch ÖGD“ vorgeschlagen GFA zukünftig von Seiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes im Bereich Gesundheitsförderung zu veranlassen bzw. mitzuwirken.